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Alkohol

Wann muss ich zur MPU?

Das Straßenverkehrsamt wird bei Neubeantragung der Fahrerlaubnis eine MPU anordnen, wenn

  • bei einer Alkoholfahrt mindestens 1,6 ‰ gemessen wurden,
  • mehrere Alkoholfahrten, auch mit weniger Promille, vorliegen,
  • eine Fahrradfahrt mit mindestens 1,6 ‰ entdeckt wurde oder
  • sonstige Umstände nach einer Alkoholfahrt Zweifel an der Fahreignung aufkommen lassen, wie z.B. ein schwerer Unfall.

 

Was wird dort gemacht?

Die MPU hat vier Bestandteile:

  • Medizinische Untersuchung
  • Psychologisches Gespräch
  • Reaktions- und Wahrnehmungstest
  • Fragebogen

Es geht insgesamt um die Frage, inwieweit man sich mit seinem Alkoholkonsum auseinandergesetzt hat, welche Konsequenzen gezogen wurden, ob Beeinträchtigungen sichtbar sind und ob angenommen werden muss, dass in Zukunft eine weitere Alkoholfahrt wahrscheinlich ist.


Muss ich mich vorbereiten?

Eine Vorbereitung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber ohne Vorbereitung ist die Wahrscheinlichkeit ein positives Gutachten zu bekommen sehr gering. Deshalb empfiehlt es sich, möglichst früh eine Vorbereitung zu beginnen, um die Sperrfrist sinnvoll zu nutzen. Insbesondere sollte frühzeitig geklärt werden, inwieweit ein Abstinenznachweis erforderlich ist.


Wie sieht eine Vorbereitung bei PRO•NON aus?

In einem Beratungsgespräch wird geklärt, ob eine verkehrspsychologische Therapie notwendig ist, die voraussichtliche Dauer und auch, ob z.B. ein Abstinenznachweis erforderlich ist. Es finden ausschließlich Einzelgespräche statt, so dass der Ablauf ganz auf den Einzelfall abgestimmt werden kann. Die üblichen Themen sind:

  • Informationen zum Thema Alkohol
  • Vorgeschichte
  • Persönliche Hintergründe des Alkoholkonsums
  • Konsequenzen


Muss ich einen Abstinenznachweis haben?

Nicht in jedem Fall. Je nach Vorgeschichte kann Kontrolliertes Trinken eine Zukunftsoption sein. In diesem Fall sollten regelmäßig etwa alle acht Wochen die Blutwerte GGT, GOT, GPT und MCV erhoben werden. Besteht Abstinenzpflicht, so ist in der Regel eine einjährige Abstinenz notwendig, mit der man möglichst früh beginnen sollte, um Zeit zu sparen. Der Nachweis kann über Haaranalysen oder Urintests geführt werden. Im Erstgespräch bei uns wird versucht eine Einschätzung vorzunehmen, was erforderlich ist. Manchmal muss dazu aber erst die Vorgeschichte besprochen sein.

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